Craniosacrale Therapie Ausbildung München

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Fortbildung in Craniosacraler Therapie – Weiterführende Kurse

Unsere Fortbildungskurse richten sich an alle Craniosacral-Praktizierenden. Natürlich an die Absolventen unserer Grundausbildung, aber gern auch an Kollegen, die anderswo Kurse oder Ausbildungen gemacht haben.
Wir empfehlen unseren Schülern, auch einmal Kurse bei anderen Lehrern zu machen, um den Horizont zu erweitern und mehr seinen ganz eigenen Stil entwickeln kann. Genauso sind wir aber natürlich auch offen für KollegInnen, die unser zurückhaltender, biodynamisch orientierter Stil interessiert oder einfach die Themen unserer weiterführenden Kurse ansprechen.
Momentan gibt es fünf Bereiche der Fortbildung – der Spezialkurs Sinnesorgane und Hirnnerven, die Ausbildung in Cranio und Traumaarbeit (sechs Module mit je 4 Tagen im Verlaufe von knapp zwei Jahren, zwei weitere Module werden bei Interesse angeboten), die Fortbildung in Craniosacraler Baby- und Kinderbehandlung (drei aufeinander aufbauende Kurse), der Viszeralkurs, und der Kurs "Cranio und der innere Raum der Heilung" für Menschen, die auch mit den seelischen Themen arbeiten möchten, die hinter den Symptomen stehen . Bitte wählen Sie unten die Themen aus, die Sie interessieren. Wenn Sie nicht sicher sind, welche Kurse zu Ihrem Ausbildungsstand passen, dann rufen Sie uns gern an. 

  • Cranio und Psychosomatik Open or Close

     

    Weiterführende Heilarbeit im Rahmen der Craniosacraltherapie

     

    In diesem Kurs werden wir wir die bisherige Arbeit bewusster mit einer seelischen Ebene ver-binden, also über die rein körperbezogene Arbeit hinausgehen und bewusst mit psychosoma-tischen Hintergründen arbeiten, die sich in den körperlichen Symptomen ausdrücken. Darüber hinaus werden wir auch Griffe für die Blutgefäße und den Gefäßbaum kennenlernen und mit einzelnen Fascienschichten des Körpers arbeiten.

    Der Kurs verbindet die Craniosacraltherapie und die mit ihr einhergehende Tiefenentspannung mit Ansätzen aus der hypnosystemischen Therapie. Und dennoch (und das ist möglicherweise das wichtigste daran) bleibt sie „biodynamisch“ in dem Sinne, dass sie dem Klienten nichts aufdrängt oder vorgibt und in dem zurückhaltenden Vorgehen bleibt, mit dem zu arbeiten, was sich von selbst zeigt und der Therapeut der Begleiter, der Assistent des ablaufenden Heilprozesses ist.

    Der Kurs ermöglicht Einblicke in verschiedene Ansätze, was auf der psychosomatischen Ebene alles an der Entstehung von Symptomen beteiligt sein kann, und macht unterschiedliche Angebote einer Arbeit damit. Er gibt erneut Anregungen, aus denen sich die ganz eigene therapeutische Individualität entwickeln kann und enthält auch einige Elemente zur Selbsterfahrung.

    Die Termine und Eckdaten finden Sie bitte unter "Termine/Anmeldung"

  • Cranio und Trauma Open or Close

     

    Craniosacraltherapie und Traumaarbeit

    Nach einer sehr belastenden oder sogar lebensbedrohlichen Situation in unserem Leben besteht die Möglichkeit, dass keine Integration des Erlebten stattfindet. Manchmal führt dies zu einem relativen  Ungleichgewicht in unserem Nervensystem, die Selbstregulation kann beeinträchtigt sein, und somit ist Hilfe  von Außen nötig, um wieder in eine harmonische Balance zu gelangen. Moderne Forschungen zeigen, wie sehr sich die Erfahrungen gerade der Kindheit prägend bis in die ganz physische Struktur des Nervensystems und der Funktion des Hormonsystems auswirken, wie andere Vernetzungen durch angstmachende oder schlimm erschütternde Eindrücke ausgebildet werden, die ganz real zu einem anderen Funktionieren unseres Gehirns führen.

    Es bedarf viel Erfahrung, um mit Menschen zu arbeiten, die traumatische Erlebnisse „verdauen“ müssen. Wichtig ist ein Gefühl für das richtige Timing und die richtige Geschwindigkeit zu entwickeln, damit genügend Zeit für den Integrationsprozess zur Verfügung steht.

    Wir berühren Menschen in unserer Craniosacralen Behandlung. Dies kann zu einer Aktivierung der gespeicherten Traumaenergie führen. Daraus ergeben sich manchmal starke physische oder psychische  Reaktionen.  Um in solchen Situationen Unterstützung bieten zu können, ist es wichtig, theoretische Hintergründe zu kennen und praktisches „Handwerkszeug“ zur Verfügung zu haben.

     

    Hieraus ergeben sich die Hauptinhalte des Kurses:

     

    Einsatz von und Umgang mit Ressourcen

    Pendelmodell nach Peter Levine

    Biophysiologie des Traumas

     

    Start der neuen Ausbildungsreihe: Kurs 1  27. - 30. Juni 2019

    Termine und eine Möglichkeit zur direkten Anmeldung online für die laufenden Kurse: siehe im Menüpunkt Termine/Anmeldung

     

  • Craniosacrale Baby- und Kinderbehandlung Open or Close

     

    Behandlung von Babys und Kindern - Kursserie mit Jacqueline Schneider

     

    Kinder zu behandeln verlangt eine besondere Art der Kommunikation. Sie teilen sich unmittelbar über den  Körper, im Ausdruck ihrer Gesten und ihrer Bewegungen mit. Ihre nonverbale Sprache fordert den Behandler zu größter Behutsamkeit und Achtung im Umgang mit ihnen heraus. Es gilt, die eigene Wahrnehmungskraft für die Bedürfnisse und Mitteilungen des so empfindsamen kleinen Klienten zu sensibilisieren.

     

    Die moderne Säuglingsforschung hat genau wie die prä- und perinatale Psychologie inzwischen erkannt, wie weit die Kompetenz des Menschen schon kurz nach der Geburt, und sogar vor der Geburt, entwickelt ist und über welch differenzierte und komplexe Wahrnehmungsmöglichkeiten Säuglinge verfügen. Der Kurs möchte auch dazu einladen, dass der Respekt im Umgang mit Säuglingen und Kindern wächst. Und wenn der Therapeut sehr achtsam mit dem Kind umgeht, kann das den Bezugspersonen möglicherweise auch eine neue Sichtweise eröffnen.

     

    Für den Kurs werden vier Familien zur kostenlosen Behandlung eingeladen. Die Behandlungen werden von der Kursleiterin durchgeführt und danach folgt eine ausführliche Besprechung. Anschließend werden die Behandlungsprinzipien aneinander erprobt.

     

    Die Voraussetzungen für einen Kinderkurs sind drei absolvierte Craniokurse und eine Einführung in die Viszeralarbeit, besser ein Viszeralkurs.

    Termine: Siehe unter Termine/Anmeldung

  • Polyvagale Theorie in der Praxis Open or Close

    Prof. Dr. Stephen W. Porges erforscht an der Universität Illinois seit über vier Jahrzehnten das Thema neuronale Regulation des autonomen Nervensystems und dessen Zusammenhang mit menschlichem Verhalten. In dieser Zeit hat sich für ihn immer mehr die Annahme bestätigt, dass die Anpassung des Vegetativums differenzierter sein muss, als bisher angenommen. Der Erklärungsansatz, dass nur Sympathikus und Parasympathikus antagonistisch regulieren, deckt nicht alle Reaktionen ab, die Stephen Porges während zahlreicher Untersuchungen an Patienten beobachtet. Er kommt zu dem Schluss, dass es sich nicht um ein zwei- sondern ein dreiteiliges, hierarchisches System handeln muss.

    Porges unterteilt den Nervus Vagus, den größten parasympatischen Anteil, in zwei verschiedene Bereiche: Einen ventralen Vagus und einen dorsalen Vagus mit unterschiedlichen Hirnnervenkernen und Funktionen. Als entwicklungsgeschichtlich jüngster Anteil des autonomen Nervensystems ermöglicht uns der ventrale Vagus die soziale Kontaktaktaufnahme. Dies geschieht durch Aktivierung und Deaktivierung der Erregung, ohne Mobilisierung des Sympathikus. Kann der ventrale Vagus nicht zum Deaktivieren eingesetzt werden, kommt es zu unangemessenen Reaktionen. Sowohl Reize von außen, als auch Rückmeldungen aus dem inneren Erleben, werden fehlinterpretiert. Nur wenn alle drei Anteile zusammenarbeiten, können Menschen situativ angemessen handeln und erleben ein sicheres inneres Wohlgefühl.

    Porges Polyvagal-Theorie begegnete mir erstmals im Jahr 2000 während meiner Ausbildung zum Somatic Experiencing Practitioner® mit Peter Levine. Durch meine langjährige Erfahrung mit diesen Erkennt-nissen formte sich mit der Zeit meine eigene Herangehensweise, in der ich durch die Behandlung des Autonomen Nervensystems die Regulation unterstütze. In diesem Kurs werde ich sowohl den theoretischen Hintergrund, als auch die Be-Handlung des des Polyvagalen Systems vermitteln.

     

    Termine und eine Möglichkeit zur direkten Anmeldung siehe:  Termine/Anmeldung

  • Sinnesorgane und Hirnnerven Stufe 1 Open or Close

     

    Behandlung von Auge, Nase und Ohr im Kontext der biodynamischeng Craniosacraltherapie

     

    In diesem Kurs geht es um eine Annäherung an die Arbeit mit den Hirnnerven und den Sinnesorganen, aber auch der Nasenhöhle und der Nasennebenhöhlen. Wir werden uns eingehender mit der Anatomie dieser Strukturen befassen. Behandlungsmöglichkeiten für die Augen und die gesamte Sehbahn und für Ohr und Hör- sowie Gleichgewichtsbahn werden erprobt. Dabei werden wir damit beginnen, das Hirn selbst zu behandeln und direkt mit den Hirnnerven arbeiten, ohne den zurückhaltenden biodynamischen Ansatz zu verlassen. Neben dem Riechsinn selbst werden Nase und Nebenhöhlen auch mit ihren Schleimhäuten und deren Blutversorgung betrachtet und behandelt.

  • Viszeralkurs (Behandlung innerer Organe) Open or Close

    Auch unsere Organe können wir mit dem sanften osteopathischen Ansatz der Craniosacraltherapie erreichen. Einer der Begründer der viszeralen Osteopathie ist Jean-Pierre Barral. Er entwickelte zwei Methoden, um mit den inneren Organen zu arbeiten. Zum Einen das Arbeiten mit Druck und Manipulation, zum Anderen das sanfte „Lauschen“ und Folgen der Organbewegung. Wir werden uns mit dem zweiten Ansatz beschäftigen. Diese Möglichkeit genügt in vielen Fällen, damit das Organ an Beweglichkeit und Vitalität gewinnt.

    In diesen zwei mal zwei Tagen werden wir werden uns mit der Anatomie wichtiger innerer Organe auseinandersetzen und lernen, diese Organe mit dem craniosacralen Ansatz zu behandeln. In den ersten beiden Tagen geht es dabei um Leber und Magen, das Peritoneum, die Lunge, Blase und Gebärmutter. In zweiten Teil geht es um Möglichkeiten für die Nieren und Milz. Außerdem beschäftigen wir uns anatomisch mit den fünf inneren Übergängen im Verdauungstrakt, die etwas ungenau gern als die „fünf Ringmuskeln“ bezeichnet werden: dem Magenein- und ausgang, der Vaterschen Papille, der Flexur zwischen Duodenum und Jejunum und der Mündung des Dünndarms in den Blinddarm. Wir werden diese Strukturen fühlen und behandeln lernen. Dabei werden auch Möglichkeiten der Behandlung von Gallenblase und Bauchspeicheldrüse vorgestellt. Die Zweiteilung ist sinnvoll weil es ein sehr kompakter, intensiver Kurs ist und eine Zeit zum "Verdauen" zwischendurch sehr angebracht ist.