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Craniosacraltherapie und Trauma

Erlebt ein Mensch eine sehr belastende oder sogar lebensbedrohliche Situation, dann kann es geschehen, dass die Ereignisse nicht gesund verarbeitet und integriert werden können und ein anhaltender Stress-/Alarmzustand im Nervensystem wie gespeichert bleibt. Oft ist es der/dem Betroffenen gar nicht unbedingt bewusst, dass ein Ereignis aus der Vergangenheit noch auf eine Weise in ihr/ihm schlummert, die ihn bis in seinen alltäglichen Umgang mit Menschen und Situationen beeinträchtigt, seine Beziehungen beeinflusst, sogar dazu führen kann, dass man bestimmte Situationen komplett vermeidet, den Schlaf und das ganze Vegetativum beeinflusst.

Mit „Trauma“ ist in dem Zusammenhang nicht unbedingt nur so etwas Einschneidendes gemeint wie ein Autounfall, den man gerade noch überlebt hat. Gerade auch Erfahrungen der Kindheit, die von Erwachsenen sogar als normal eingestuft worden sein können, können vom Kind selbst ganz anders wahrgenommen worden sein. Von der invasisven Untersuchung beim Arzt, die sein musste, aber wo kein Verständnis und Halt durch die Eltern oder die Medizinpersonen da war, über frühe Trennungen von Bezugspersonen bis zu überfordernden Erfahrungen in Krippe, Kindergarten und Schule gibt es viele Situationen, die vom Kind als überfordernd, Angst machend oder bedrohlich erlebt worden sein können oder es vollkommen aus dem Gleichgewicht gebracht haben..

Solche Erfahrungen wirken sich prägend bis in die zelluläre Struktur des Nervensystems und damit verbunden auch in die Funktion des Hormonsystems aus. Durch solche Erfahrungen bilden sich Vernetzungen aus, die ganz real und greifbar dazu führen, dass unser Gehirn anders funktioniert und reagiert, als das Gehirn eines Menschen, der solche Erfahrungen nicht gemacht hat.

In der tiefen Entspannung einer craniosacralen Behandlung kann es geschehen, dass Menschen in Kontakt mit den verdrängten Anteilen kommen, in denen die Traumaenergie wie gespeichert ist. Der Kontakt damit kann die damalige Erfahrung wie reaktivieren, und möglicherweise wird sogar der emotionale Zustand der damaligen Situation noch einmal erlebt. Um diese Situationen halten zu können und den Menschen herauszubegleiten und in der Sitzung zu ermöglichen, dass das alte Geschehen nicht erneut verdrängt wird oder die Behandlung gar als Wiederholung des alten Traumas erlebt wird, ist es wichtig, um die Abläufe im Gehirn zu wissen und auch konkret praktisch zu erfahren und zu üben, wie man damit umgeht.

Wochenendkurs: Donnerstag 16.00 – Sonntag 14.00 Uhr
Kosten: 395 Euro
Zielgruppe: Praktizierende oder Studierende von Cranio oder Osteopathie
Information und Anmeldung: Telefon 089-54785674
Termine in Planung

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